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Es gibt unendlich viele Informationen zu Aikido im Netz, auch auf dieser Website ;-) Falls ihr euch einen kurzen Überblick über Aikido verschaffen wollt, sind hier in wenigen Stichpunkten die (so denke ich) wichtigsten Aspekte zusammengestellt.

Besonderheiten des Aikido:

  • Aikido gehört zu den klassischen Budo (= Weg des Kriegers) Disziplinen. Es ist rund Mitte des 20. Jahrhunderts aus anderen klassischen Kampfkünsten wie Jiu-Jitsu, Kendo etc. entstanden.
  • Aikido ist friedlich! Es gilt als oberstes Ziel in einer Verteidigungssituation den Angreifer nicht zu verletzen, sondern ihn von der Sinnlosigkeit seiner Taten zu überzeugen. Wenn alles gut läuft kann man sich auch nach dem Konflikt noch respektvoll in die Augen sehen.
  • Bitte nicht verwechseln: Trotz der Friedfertigkeit sind Aikidotechniken sehr effektiv! Nicht jede Technik ist für jedermann/frau gleich gut geeignet, aber es gibt Techniken für große, kleine, starke und schwächere Leute.
  • Im Aikido gibt es keinen Wettkampf! Dies ist ein weiterer Ausdruck der Friedfertigkeit. Durch regelmäßiges Üben an der eigenen Technik soll der Aikidoka (so nennt man eine Person, die Aikido betreibt) immer besser werden. Und dabei ist es unwichtig, ob man besser ist, als sein Nachbar. Im Training äußert sich das dadurch, dass einer der beiden Trainingspartner als Angreifer fungiert und der Verteidiger seine Technik übt. Am Schluss dieser Übung fällt der Angreifer oder wird mittels einer Haltetechnik am Boden fixiert. So läuft das insgesamt 4x (links, rechts, links, rechts) und dann werden die Rollen getauscht. Jeder ist also gleichoft „Gewinner“ bzw. „Verlierer“.
  • Aikido schult den Körper, es ist jedoch (im Gegensatz zu anderen Budo-Disziplinen) keine übermäßige Gelenkigkeit von Nöten. Ich kann zumindest keinen Spagat 
  • Aikido schult den Geist. Eine gesunde Geisteshaltung ist insbesondere in Bezug auf die Selbstverteidigung viel mehr wert, als die bloße Kenntnis von Techniken. Auf Ausdruck und gute Körperhaltung wird im Aikido viel Wert gelegt.

Für wen ist Aikido gut geeignet?

  • Aikido eignet sich für Kinder und Erwachsene bis ins hohe Alter gleichermaßen. Die Begründung liegt in der Vielfalt der Ausführungsmöglichkeiten einer Technik, die sowohl "sehr dynamisch" als auch sehr langsam ausgeführt werden können.
  • Eine gesunde "Grundsportlichkeit" wird im Aikidotraining erworben. Es ist nicht nötig außergewöhnlich kräftig oder gelenkig zu sein.

Für wen ist Aikido nicht geeignet?

  • Wer ständig mit seinem Gegenüber ein Kräftemessen veranstalten will ist im Aikido falsch.
  • Wer auf Medaillen und Trophäen aus ist, ist bei uns ebenfalls schlecht aufgehoben. Die gibt es nicht zu gewinnen, da wir keine Wettkämpfe haben.
  • Wer der Meinung ist, dass man Aikidotechniken in wenigen Wochen erlernen kann, wird ziemlich enttäuscht werden...
  • Wer reine Selbstverteidung erlernen möchte und dabei auch vor der Zerstörung des Angreifers nicht zurück schreckt, ist eventuell in einer anderen Sportart besser aufgehoben. Wir vermitteln Werte und Respekt vor jeder anderen Person. Sogar wenn sie uns im ersten Moment etwas Böses will...

Welche Vorteile bietet Aikido?

  • Da Aikido in fast jeder Altersklasse praktiziert werden kann, ist es ein sehr familienfreundlicher Sport!
  • Wer sich am Wochenende langweilt, findet sehr viele Möglichkeiten auf Lehrgängen ("Seminaren") weitere Aikido-Kenntnisse zu erlangen. Wer will, kann somit viiiiel Zeit auf der Matte verbringen.
  • Es wird aber von niemandem erwartet, dass jedes Wochenende dem Aikido geopfert wird um "den Verein", "die Mannschaft" o.ä. nach vorne zu bringen. Jeder macht so viel, wie er für sich selbst möchte.
  • Da es bei uns keine Gewinner und Verlierer gibt, wurden vereins- und regionsübergreifend teilweise sehr enge Freundschaften im Aikido geschlossen. Für das Zusammenheitsgefühl ist es sehr wertvoll, dass man sich im Aikido ohne Wettkampf zum gemeinsamen Trainieren mit anderen Aikidoka trifft.